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Ihr Vorteil - Sie können diese Stücke gleich mitnehmen oder sie werden Ihnen kurzfristig nach Hause geliefert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Freienbach.

Für Schattenparker und Weltverbesserer

Hauser Design, Planung

Für Schattenparker und Weltverbesserer

Wie Sie Ihren SUV kompensieren und Greta Thunberg guten Gewissens zum Grillabend einladen können, erfahren Sie in unserer kurzen Terrassenbepflanzungs-Anleitung. Ganz nebenbei: Auch die Stilikonen werden ihre Freude daran haben.

24. August 2021

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Zwischen immergrün und laubabwerfend

Hin und her gerissen zwischen den von Pro Natura gut gemeinten Ratschlägen und dem letzten Urlaub auf Gran Canaria, wo doch die Palmen so schön sind, sollten Sie Ihre Terrassen-Bepflanzung nicht angehen. Ein Herz für Grün ist nobel, man kann da aber genauso viele Fehler machen wie die Modewelt in den späten Achtzigern. Grün ist eben nicht gleich Grün und fragen Sie sich dabei ruhig, ob Sie nun Aktivismus betreiben möchten oder einfach eine schöne Terrassenbepflanzung haben wollen. Und bedenken Sie: Beziehungen kann man mit Blumen retten, die Welt leider nicht. Wenn Sie sich also als Weltverbesserer fühlen, weil Sie auf Avocados und Wein aus Südafrika verzichten, geben wir Ihnen noch ein paar weitere Inputs mit auf den Weg, wie Sie ohne Magenverstimmung wegen des «Züribiet-Rotwein-Fusels» was für die Umwelt machen können.

Terrassen sind angeblich die Gärten des 21. Jahrhundert oder zumindest eine Ausrede dafür, können aber tatsächlich zu wertvollen grünen Räumen werden, sofern man sie üppig und korrekt bepflanzt. Steinwüsten sind von gestern und brennen unter den Füssen. Wenn Sie aber unterschiedlich hohe Bäume und Büsche einsetzen, spenden Sie Ihrer Terrasse Schatten und angenehmere Temperaturen. Noch dazu müssen Sie nicht immer die sauteure Sonnenbrille auspacken, wenn Sie auf der Terrasse sitzen. Seesicht wird überbewertet, eine tolle Bepflanzung bringt wesentlich mehr Vorteile und ein spannenderes Bild als vorbeifahrende Böötli.

hauser design_Umweltbewusstsein

Die gute grüne Mischung machts

Deshalb hier die Tipps und Tricks im Fünferpack zur Inspiration für Ihren nächsten Besuch in unserem Showroom und Baumpark:

  • Immergrün oder laubabwerfend: Versuchen Sie diese Elemente zu mischen, damit Ihre Terrasse das ganze Jahr über Freude macht. Immergrüne Pflanzen setzen Sie am besten dort ein, wo Sie Sichtschutz möchten.
  • Durch die Blume gesagt: Monokulturen sind bescheiden. Achten Sie auf Artenvielfalt, damit erreichen Sie nämlich eine ganzjährlich wirkende Bepflanzung, unterschiedliche und vor allem lange Blütezeiten, die Schmetterlinge und Bienen anziehen. Das kompensiert Ihren SUV.
  • Weitsichtig kurzsichtig ist, wer nur Aussicht will. Ein Kompromiss zwischen einem freien Blick und einer wertvollen Bepflanzung sind aufgeschnittene oder schirmförmige Bäume, bei denen Sie auf Augenhöhe Stämme sehen und das Laub erst weiter oben beginnt.
  • Die Schattenparker unter Ihnen wissen’s: die Sonne brennt. Nicht alle Pflanzen sind für einen sonnigen Standort geeignet und auf Terrassen ist das ja meistens der Fall. Achten Sie also auf die Exposition und die Sonneneinstrahlung und lassen Sie sich entsprechend beraten. Denn: Grillieren sollte man auf der Terrasse die Cervelats, nicht die Hortensien.
  • Blowing in the wind ist zwar nur ein guter Popsong, sollte man aber ernst nehmen. Terrassen sind windexponiert und ein grösserer Strauch oder kleiner Baum hat doch eine gewisse Angriffsfläche. Wenn Sie nicht möchten, dass der teure Ahorn, den Sie Ihrer Frau zur Wiedergutmachung für den letzten Firmenausflug (mit der Sekretärin) geschenkt haben, einen Stock tiefer landet, achten Sie auf gute Befestigung. Oder Sie dimensionieren die Töpfe, aber bitte nicht zu viel, sonst landen wir beim Thema «Liebe Mobiliar, nicht wissend, dass eine Terrasse einstürzen kann, habe ich …».

Pflanzen machen Freude, sie können einen das ganze Leben lang begleiten und werden so zum Sinnbild unserer Zeit auf Erden. Einen grünen Daumen brauchen Sie nicht unbedingt, eher einen guten Gärtner. Was es braucht, ist Geschmack, Fachwissen und vor allem Geduld. Lassen Sie die Palmen im Tessin oder auf Mallorca und kaufen Sie weiterhin die Habaneros im Supermarkt; fades Chili mag nämlich niemand, auch wenn die Schoten selbst angebaut wurden. Gerne beraten wir Sie in unserem Showroom, noch lieber laufen wir mit Ihnen durch unseren Baumpark. Dann bleibt Greta garantiert besänftigt, die Prämie Ihrer Haftpflichtversicherung tief und die Fashion-Welt im Trend.

 

Auf bald,
Dario*

 

* Dario ist Landschaftsarchitekt bei hauser design. Mit ein wenig Humor geht vieles leichter im Leben und darum gibt er in diesem Blog, mit Augenzwinkern, seine Erfahrungen aus der Gartenplanung weiter.

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