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O (I)sole mio

Planung, Referenzen

O (I)sole mio

Romantik, Struktur und Design – der Wortfolge gibt dieser Garten im Tessiner Kreis Isole eine eigene Bedeutung. Eine Reportage von «traumhaus» über ein Projekt von uns im Tessin.

24. Februar 2021

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EINE FERIENRESIDENZ IM TESSIN

Die Sehnsucht nach den warmen Sonnenstrahlen aus der Heimat inspirierten den italienischen Komponisten Eduardo Di Capua zur Melodie von «O sole mio» – mit den Versen des Dichters Giovanni Capurro – als er 1898 mit dem Neapolitanischen Staatsorchester in der Hafenstadt Odessa auf Tournee war. Die Antwort auf diese Sehnsucht ist für viele Schweizer das Tessin. Für diese Bauherrschaft aus Zürich ist es genauer der Kreis Isole am westlichen Ufer des Lago Maggiore. Ihre Ferienresidenz – ein zweistöckiges Haus aus den 60er-Jahren – befindet sich inmitten der dichten Waldvegetation und verfügt über einen weitläufigen Garten, der in eine Oase verwandelt werden sollte. Mit der Planung und der Bauleitung beauftragte die Bauherrschaft das Familienunternehmen hauser design aus Freienbach SZ, das sie schon gut kannte, und liess das Konzept von einem Tessiner Gartenbauer ausführen.

Der bestehende Garten war flach gehalten und hatte eine Böschung bis zur Strasse. Neu sollte er eine Struktur bekommen und in unterschiedliche Zonen praktisch aufgeteilt werden. So die Ausgangslage. Die Familie wünschte sich einen Aussenpool sowie einen Aufenthaltsbereich für Feste mit Platz für bis zu zwölf Personen. Dabei legte sie grossen Wert auf ein durchdachtes Konzept und Design. Innerhalb dieser Vorgaben hatten Landschaftsarchitektin Sarah Hauser und ihr Team Gestaltungsfreiheit, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Raum für Ruhe, Geselligkeit und Spiel – rund 700 Quadratmeter Fläche galt es, in eine neue Form zu bringen.

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Der Böschung gab Sarah Hauser durch Terrassierung Struktur und setzte darin den 8 × 3,5 Meter grossen Pool mit Sitzplatz und Whirlpool ein. Eingefasst ist der Poolbereich mit Natursteinen: Maggia-Gneis zollt der Region Tribut und wird mit piemontesischem Luserna-Granit kombiniert. Damit bietet er den Bewohnern eine Tribüne mit Blick auf den Wald und den Lago Maggiore. Unmittelbar neben dem Haus, wo Küche und Wohnzimmer Zugang zum Garten finden, wurde der Sitzplatz vergrössert. «Wir haben den kleinen Teich eliminiert, um mehr Nutzfläche für den gewünschten grosszügigen Aufenthaltsbereich zu gewinnen. Im Gegenzug haben wir in der Bepflanzung neben der Lounge ein kleines Wasserspiel integriert», erklärt Sarah Hauser und führt weiter aus: «Die Bepflanzung kommt aufgrund der Konzentrierung auf etwas weniger Tiefe, aber durch schönere und grössere Pflanzen besser zur Geltung. Das Wasserspiel ist ausserdem ideal für kleine Vögel, da sie sich auf dem Rand setzen und trinken können.»

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Die üppige Staundenbeete sind eine Augenweide, ebenso der Maggia-Gneis.

Die Pergola mit Säulen aus gespaltenem Maggia-Gneis und einer Dachkonstruktion aus Stahlprofilen, leicht verdunkeltem Glas und Lärchenbalken schafft die Verknüpfung von Tradition und zeitgemässem Design. Dabei zoniert das 4 × 8 Meter grosse Dach den Aussenbereich, wo die Familie gemütlich mit den Gästen beisammen sein kann. Eine weitläufig angelegte Rasenfläche bildet die dritte Funktion des Gartens für Spiel und Spass. Umgeben ist diese von Rabatten mit verschiedenen Stauden, womit ein sanfter Abschluss gelingt. «Wir haben versucht, Bienen und Insekten im Garten etwas vom Sitzplatz wegzulocken», erklärt Sarah Hauser. Für sie ist Biodiversität grundsätzlich ein wichtiges Thema.

«Gärten mit einer hohen Biodiversität sind von sich aus gesünder, nachhaltiger und über die gesamte Saison hinweg vielfältiger. Wir bauen das in unsere Gärten ein, ohne dass der Garten wie ein Naturgarten aussieht, denn auch ein moderner Garten kann eine wertvolle Biodiversität haben.»

Sarah Hauser, Mitinhaberin und Landschaftsarchitektin

Weil es sich um eine Ferienresidenz handelt, hat die Landschaftsarchitektin bewusst auf eine Bepflanzung gesetzt, die pflegeleicht ist, nicht zu stark wuchert und zum Standort Tessin passt. «Wichtig war uns auch, dass der Garten einen romantischen Eindruck hinterlässt, auch wenn der Rasen nicht frisch gemäht und der Sitzplatz nicht gewischt ist.»

Das ist mit einer Mischung aus Texturen und Farben heimischer Gewächse und Blütenstauden gelungen. Abends werden Solitäre, Palmen und der Pool durch gezielt platzierte Lichtspots in Szene gesetzt, damit die Struktur des Gartens auch in den späten Abendstunden wahrgenommen werden kann.

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Wie geplant, wurde der Garten nach fünf Monaten fertiggestellt. Alles verlief reibungslos – vom Baugesuch für Schwimmbad und Pergola bis zur drei- bis viersprachigen Kommunikation aller Beteiligten. Besonders dank dem grossen Vertrauen der Bauherrschaft zu den Planern können die Bewohner nun ihre «Insel» der Glückseligkeit in vollen Zügen geniessen.

 

Wir danken „traumhaus“ für den Beitrag, Donika Gjeloshi für den Text und Carlo Rusca für die Fotos.

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